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Die Geschichte des Schöning Verlages in Lübeck ist auch die Geschichte der Ansichtskarte und ihrer Produktionsweise.

Angefangen hat sie 1919: Der Papiergroßhändler Schöning schließt sich mit der Druckerei Gebrüder Schmidt zusammen, die zur damaligen Zeit viele Postkartenverleger als Kunden hat. Hergestellt werden ausschließlich Ansichtskarten in schwarz-weiß mit dem Lichtdruckverfahren, auch Typie genannt, und der Bromsilberrotation "Echt Foto". 1949 kommt der schwarz-weiß-Tiefdruck dazu.

Wenig später wird es bunt: 1953 beginnt Schöning mit dem Farbdruck. Anfangs werden Schwarz-Weiß-Karten mittels Lichtdruck, Tiefdruck oder Bromsilberrotation hergestellt und dann in Heimarbeit sorgfältig coloriert.
Der technische Fortschritt geht aber nicht an Schöning vorbei: Es folgen das 3-Farben-Kupfertiefdruckverfahren und der 4-Farben-Buchdruck.

1974 revolutioniert der Offsetdruck die Produktion. Mit diesem Verfahren werden die Karten in einem Arbeitsgang gefertigt: die 4-farbige Bildseite plus die einfarbige Rückseite.

Die hauseigenen Fotografen stellen ihre Arbeit von Negativfilmen auf Diamaterial um, das Fotolabor wird geschlossen.

Dann bricht das digitale Zeitalter an: Die analoge Technik neigt sich seit Mitte der 80er Jahre langsam aber sicher dem Ende. Erst werden Scanner aufgestellt, 2004 beginnt das materiallose Medienzeitalter mit der Einführung des CTP-Verfahrens (Computer to Plate).
Die 2010 angeschaffte Digitaldruckmaschine birgt neue Möglichkeiten: Kunden können individuell ausgewählte Motive auf ihre Wunschkarte oder ihr Souvenir in kleinen Auflagen fertigen lassen.